Allgemeine Informationen

Die Stoßwelle ist eine hochenergetische Schallwelle. Seit Jahrzehnten als Standard beim Zertrümmern von Nierensteinen eingesetzt, nimmt sie heute auch in der Orthopädie einen festen Platz als vielseitige Therapieform ein (Extrakorporale Stoßwellentherapie, ESWT). Die Behandlung mit Stoßwellen gilt speziell bei der Linderung chronischer Schmerzen als besonders wirkungsvoll.

Vorteile:
  • Behandelt weitgehend risiko- und nebenwirkungsfrei
  • Verbessert den Stoffwechsel und die Durchblutung
  • Beschleunigt den Heilungsprozess im Körper

 

Formen der Stosswellen

Es gibt drei unterschiedliche Ausprägungen der Stoßwelle: radial, fokussiert und planar, wobei die planare Stoßwelle eine Sonderform der radialen darstellt.

A) Radial

Radiale Stosswellen (R-SW) werden über ein frei bewegliches Handstück in den Körper eingeleitet und erfassen die gesamte Schmerzzone. Radiale Stosswellen werden auch – physikalisch korrekt – als radiale Druckwellen bezeichnet.

B) Fokussiert

Fokussierte Stosswellen (F-SW) sind kurzwellig und auf eine Fokuszone ausserhalb des Therapiekopfes konzentriert. Sie entfalten ihre Wirksamkeit in der Tiefe. Diese Eindringtiefe kann mit Vorlaufstrecken variiert und der zu behandelnden Gewebeebene angepasst werden.

C) Planar/defokussiert

Planare/defokussierte Stosswellen (C-ACTOR®) werden vorzugsweise zur Diagnostik und Behandlung des myofaszialen Triggerpunktsyndroms und in der Wundheilung eingesetzt.

 

Indikationen

Indikationen für die radiale Stoßwellentherapie

Nach vorliegenden Erhebungen für die radiale extrakorporalen Stoßwellentherapie lassen sich bei den typischen Indikationen in ca. 70 bis 90 % der Fälle langfristig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen:

  • Tennis- und Golferellenbogen (Epicondylopathia radialis/ulnaris)
  • Chronische Schultersehnenbeschwerden mit und ohne Verkalkungen (Impingement-Syndrom/Tendinosis calcarea)
  • Fersensporn (Fasziitis plantaris)
  • Patellaspitzensyndrom
  • Tibiakantensyndrom
  • Chronische Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie)
  • Schmerzhafte Sehnenentzündungen am Hüftkamm (Bursitis trochanterica)
  • Chronische Schmerzen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich (Myofasziale Schmerzsyndrome)
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Anwendungsbereiche

Stoßwellen werden unter anderem in der Schmerz- und Triggertherapie sowie in der therapeutischen Akupunktur eingesetzt.

Schmerztherapie (Extrakorporale Stoßwelle):

Nicht-invasive Behandlung von Schmerzen oder Erkrankungen im knochennahen Weichteilebereich des Stütz- und Bewegungsapparates. Tendopathien und Insertionsdesmopathien sind für den ESWT-Applikator die häufigsten Indikationen. Typische Indikationen sind beispielsweise Kalkschulter, Fersensporn, Tennisellbogen und Achillodynie.
 
Triggerpunkttherapie (TrST) bei myofascialen Schmerzsyndromen:
Das Handstück wird direkt am Trigger angesetzt. Akustische Impulse werden mit hoher Frequenz (bis zu 35 Hz) in die Triggerzone eingeleitet und bewirken die Auflösung der Trigger. Häufigstes Einsatzgebiet sind dabei Rückenbeschwerden.
 
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